Wie Rotlichttherapie bei Depressionen helfen kann

Rotlichttherapie bei Depressionen erregt zunehmend Aufmerksamkeit aufgrund ihres Potenzials, die Stimmung, die Gehirnenergie und das emotionale Wohlbefinden zu unterstützen. Dieser Artikel untersucht, wie Rotlichttherapie und Lichtexposition helfen können, was die Forschung dazu sagt und warum sie bei der Depressionsunterstützung wichtig sind.

How Red Light Therapy Can Help with Depression - Mvolo

Depression ist eine komplexe psychische Erkrankung, die Millionen von Menschen weltweit betrifft. Sie ist gekennzeichnet durch anhaltende Gefühle von Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit und mangelndem Interesse an alltäglichen Aktivitäten. Depressionen können verschiedene Ursachen haben, darunter genetische Faktoren, chemische Ungleichgewichte im Gehirn, belastende Lebensereignisse oder eine Kombination dieser Elemente. Laut Forschung ist Depression eine der häufigsten psychischen Erkrankungen und kann das tägliche Funktionieren erheblich beeinträchtigen (American Psychiatric Association, 2013).

Wie entsteht Depression?

Depressionen können aus einer Vielzahl von Faktoren resultieren, die die chemischen Prozesse des Gehirns direkt beeinflussen. Ein wichtiger Akteur ist der Neurotransmitter Serotonin, der für die Regulierung der Stimmung verantwortlich ist. Ein Mangel an Serotonin kann zu depressiven Gefühlen führen (American Psychiatric Association, 2013). Darüber hinaus können chronischer Stress, Traumata oder bestimmte medizinische Bedingungen das Risiko, eine Depression zu entwickeln, erhöhen. Langfristiger Stress erhöht den Cortisolspiegel, was den Hippocampus schädigen kann, die Gehirnregion, die an der Regulierung von Emotionen und Gedächtnis beteiligt ist (McEwen, 2007). Auch die genetische Veranlagung spielt eine wichtige Rolle, wobei Forschungsergebnisse darauf hindeuten, dass genetische Faktoren für etwa 40 % der Depressionsfälle verantwortlich sind (Levinson, 2006). Lebensereignisse wie der Verlust eines geliebten Menschen, schwere Krankheiten oder finanzielle Probleme können depressive Episoden zusätzlich auslösen (Hammen, 2005).

Wie kann Rotlichttherapie bei Depressionen helfen?

Rotlichttherapie (RLT) und Lichttherapie im Allgemeinen werden zunehmend als wirksame Behandlungen für Stimmungsstörungen wie Depressionen anerkannt. Rotes Licht dringt tief in das Gewebe ein und wirkt sich positiv auf das Energieniveau der Zellen aus, insbesondere im Gehirn. Studien haben gezeigt, dass rotes Licht die Mitochondrienfunktion verbessert und die ATP-Produktion, die Energiemoleküle des Körpers, erhöht. Dies kann zu einer besseren kognitiven Funktion und Stimmungsregulation führen, was für Personen, die unter Depressionen leiden, von Vorteil ist (Salehpour et al., 2019).

Eine in The Journal of Nervous and Mental Disease veröffentlichte Studie ergab, dass bereits eine Stunde transkranieller Low-Level-Lasertherapie (RLT) zu signifikanten Verbesserungen der Depressionswerte führte (Schiffer et al., 2009). Dies geschieht, weil rotes Licht die Aktivität im präfrontalen Kortex stimuliert, der Gehirnregion, die für die Stimmungs- und Emotionsregulation verantwortlich ist (Salehpour et al., 2019).

Die Bedeutung der Lichttherapie

Neben der Rotlichttherapie ist auch die allgemeine Lichttherapie entscheidend bei der Behandlung der saisonalen affektiven Störung (SAD), einer Erkrankung, die häufig in den Wintermonaten auftritt, wenn die Exposition gegenüber natürlichem Licht abnimmt. Die Lichttherapie hilft, den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus des Körpers wiederherzustellen und die Serotoninproduktion zu steigern, was für die Stimmungsregulation unerlässlich ist (Lam & Levitan, 2000). Rotes Licht kann die traditionelle Lichttherapie ergänzen, indem es auf einer tieferen, zellulären Ebene wirkt.


Referenzen:

  • American Psychiatric Association. (2013). Diagnostic and statistical manual of mental disorders (5th ed.). Arlington, VA: American Psychiatric Publishing.
  • Hammen, C. (2005). Stress and depression. Annual Review of Clinical Psychology , 1(1), 293-319. https://doi.org /10.1146/annurev.clinpsy.1.102803.143938
  • Lam, R. W., & Levitan, R. D. (2000). Pathophysiology of seasonal affective disorder: A review. Journal of Psychiatry & Neuroscience , 25(5), 469-480.
  • Levinson, D. F. (2006). The genetics of depression: A review. Biological Psychiatry , 60(2), 84-92. https://doi.org /10.1016/j.biopsych.2005.08.024
  • McEwen, B. S. (2007). Physiology and neurobiology of stress and adaptation: Central role of the brain. Physiological Reviews , 87(3), 873-904. https://doi.org /10.1152/physrev.00041.2006
  • Salehpour, F., Cassano, P., & Hamblin, M. R. (2019). Transcranial low-level laser therapy for depression and major depressive disorder. Neurophotonics , 6(2), 020901. https://doi.org /10.1117/1.NPh.6.2.020901
  • Schiffer, F., Johnston, A. L., Ravichandran, C., Polcari, A., Teicher, M. H., Webb, R. H., & Hamblin, M. R. (2009). Psychological benefits 2 and 4 weeks after a single treatment with near infrared phototherapy. The Journal of Nervous and Mental Disease , 197(10), 1-7. https://doi.org /10.1097/NMD.0b013e3181b94d00